Ein Wochenende in München

Nun bin ich auch einmal an die Grenzen des Haustauschs gestoßen. Wir wollten gern mit unseren Kindern ein verlängertes Wochenende in München verbringen und ausgiebig Museen besichtigen, im Biergarten die letzten Sommerabende genießen, die Maximilianstraße unsicher machen und auch ins Theater wollten wir so gerne wieder einmal gehen.

Ich war sehr sicher, bei HomeLink oder Haustauschferien eine passende Unterkunft für uns Fünf zu finden.

Leider war der Odenwald, das wunderschöne Rheintal nebst Loreley, Heidelberg und der Nähe zu Frankfurt für die Münchner gerade kein verlockendes Angebot, und so machte ich mich auf die Suche nach einem möblierten Haus in München.

Ein Haus ist für uns als Großfamilie mit kleinen Kindern einfach eine feine Sache, und im Gegensatz zum Hotel müssen wir Großen nicht abends im Bad sitzen und Zeitung lesen, während die Kinder bereits schlafen.

Das Haus, das ich bei Frederics gebucht habe, hat unsere kühnsten Vorstellungen und Erwartungen noch übertroffen. Die zentrale Lage und der tolle Service, die Reinigung des Hauses und der Frühstücksservice haben uns am Ende dann aber doch so sehr gefreut, dass die Wehmut über den nicht organisierbaren Haustausch schnell verflog. Angereist waren wir mit der deutschen Bahn, und die zentrale Lage des möblierten Hauses war so günstig, dass wir viele Wege zu Fuß oder einfach mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bewältigen konnten.

Und für unsere Töchter gibt es ohnehin nichts Tolleres als Fahrten mit Bus und Bahn.

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Autotausch – Wir schwören drauf!

Vor ein paar Wochen an einem britischen Flughafen wird einer Familie aus Deutschland via SMS der Standort eines Autos mitgeteilt. Gesucht wurde ein Audi A4 Kombi in Silbergrau, mit einem Teddybär als Erkennungszeichen auf der Hutablage. Auf dem rechten Hinterreifen des Audis ist der Autoschlüssel versteckt. Im Fahrzeug liegen das Parkticket und englische Pfundmünzen für den Parkautomaten bereit. Zeitgleich spielt sich am Frankfurter Flughafen eine recht ähnliche Situation ab … Was wie eine Episode aus einem Agententhriller anmutet, ist der Alltag vieler Haustauscher, die auch einen Autotausch für die Dauer ihres Aufenthalts vereinbart haben. Gleich bei unserem ersten Tausch nach Kalifornien haben wir einen ganz besonderen Autotausch erlebt. Neben der Nutzung des Familienautos hatten wir auch den VW Camper der Familie mitgetauscht. Was wir auf einer 14-tägigen Rundreise durch Nationalparks dann auch ausgiebig nutzten.

Was muss man beim Autotausch denn beachten?

Unser Auto ist vollkaskoversichert. Dies halte ich für eine wichtige Voraussetzung für einen Autotausch. Nehmen Sie unbedingt Kontakt mit Ihrer Versicherung auf und klären Sie, ob ein fremder Fahrer mit einem ausländischen Führerschein versichert ist. Unsere Autoversicherung war ausschließlich auf meinen Mann und mich abgeschlossen, für 11,48 € im halben Jahr wurde unsere Versicherung auf alle Fahrer über 25 Jahren erweitert. Hierbei ist es unerheblich, aus welchem Land der Fahrer kommt. Er muss nur im Besitz eines gültigen Führerscheins sein. Unsere irischen Tauschpartner müssen ihrer Versicherung z. B. die Personen melden, und wir mussten neben Informationen zu Geburtsdatum und Beruf auch eine Erklärung abgeben, dass wir im Besitz eines gültigen Führerscheins sind.

Wie kann man sich absichern?

Wir haben bislang keine besonderen Vereinbarungen zum Autotausch getroffen. Lediglich eine schriftliche Erklärung ins Auto gelegt, dass die Tauschpartner unser Auto fahren dürfen. Um sich weitergehend abzusichern, könnte man dem Tauschpartner außerdem die Höhe der Selbstbeteiligung im Schadensfall mitteilen oder sich eine Kopie des Führerscheins zusenden lassen. Dies haben wir in der Vergangenheit allerdings nicht praktiziert.

Was muss man vorbereiten?

Das Auto aussaugen und reinigen, Fahrzeugschein, Adresse und/oder Wegbeschreibung zur Heimatadresse, ADAC-Mitgliedskarte, falls vorhanden, Werkstattadresse. Ich hinterlasse im Auto auch immer etwas zu trinken. Nach einem Flug ist man meist durstig und freut sich mit Sicherheit über diese Aufmerksamkeit. Die Frage der Schlüsselübergabe finde ich allerdings etwas heikel. Ich selbst würde mich vermutlich nicht trauen, einen Autoschlüssel auf dem Hinterreifen zu hinterlegen, obwohl dies fantastisch geklappt hat. Wir haben den Schlüssel bislang mit der Post versendet, andernfalls würde ich mich immer bemühen, unsere Tauschpartner abholen zu lassen. Da wir ein sehr großes Familienauto fahren, ist das rangieren in unbekanntem Gebiet und im engen Parkhaus nach einem langen Flug einfach eine Qual. Willkommen geheißen zu werden, ist hingegen einfach ein wunderschönes Gefühl. Außerdem kann dann im Haus eine kurze Führung und Erklärung stattfinden, was auch im Hinblick auf die Bedienung der Elektrogeräte oder die Mülltrennung sehr hilfreich ist.

Jederzeit unfallfreie Fahrt wünscht:

Nina

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Katz’ und Maus – Tierpflege beim Haustausch

Kann man sein Haus auch tauschen, wenn man Haustiere hat?

In den Tauschangeboten vieler Haustauscher wird gleich auch mitbeschrieben, welches Haustier von den Tauschpartnern gepflegt werden soll. In den vergangenen 12 Jahren haben wir uns um Katzen, Meerschweinchen und Zierfische gekümmert. Ich fand das immer ganz putzig für die Kinder, im Urlaub mal ein Tier um uns herum zu haben.

Auch ist es im Hinblick auf potentielle Allergien wichtig, gleich von Anfang zu klären, ob diese einen Tausch verhindern. Das gilt selbst dann, wenn das Tier während der Haustauschzeit gar nicht zu Hause ist.

Wichtig ist dabei allerdings, die Gewohnheiten der Tiere zu erfragen. Eine Katze, die bevorzugt unter dem Familienauto schläft, lebt gefährlich, wenn ihre Haustauschgastfamilie davon nichts weiß. In Irland war die Familienkatze offenbar keine reine Freigängerin. Sie nahm es uns sehr übel, nicht mit ins Haus zu dürfen. Aber schließlich akzeptierte sie es und mochte uns trotzdem. Zum Abschied servierte sie uns dann eine besondere Liebesgabe zum Frühstück – eine Maus.

Tierische Grüße,

Nina

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Haustausch-Eindrücke

Seit gestern sind wir zurück von einem wirklich wunderbaren Haustausch in England. Im Augenblick sind mir die vielen neuen Eindrücke noch besonders präsent, deshalb möchte ich es nicht versäumen, einige davon gleich aufzuschreiben.

Eine gute Idee für das Willkommensmenü

Unsere Tauschpartnerin Maxine hatte uns neben den obligatorischen Artikeln wie Eiern, Milch, Brot und Obst noch traumhafte Käsesorten im Kühlschrank hinterlassen. Außerdem mediterrane Wurst- und Tapas-Spezialitäten: Oliven sowie gefüllte und getrocknete Tomaten – es war ein wahres Festmenü. Außerdem erwarteten uns frische Nudeln, eine fertige Tomatensauce und ein Pesto. Ich fand die Idee so gut, dass wir dies für den nächsten Tausch auch einkaufen werden. Am letzten Tag vor der Abreise ist immer so viel zu tun, dass aufwändiges Essenkochen schwer in den Zeitplan zu integrieren ist.

Eisbuffet als Dessert

Als Dessert habe ich zum ersten Mal eine ganz einfache und tolle Variante ausprobiert, die auch sehr gut angekommen ist: Ein Eisbuffet. Ich habe diverse bunte Streusel und Herzen in kleine Gläser gefüllt (was die Kuchen-Deko-Abteilung an Nettigkeiten anzubieten hatte) und habe diese zusammen mit Eiswaffeln, kleinen Smarties, Schoko-, Karamell- und Nougatsauce auf einem Tablett angerichtet. Eisschälchen und ein Eisportionierer durften natürlich auch nicht fehlen. Dazu eine hübsch beschriftete Karte, wo sich die Tiefkühltruhe mit dem Eis befindet. Die Mädchen unserer Tauschpartner hatten einen Riesenspaß.

Ein gut beschriebenes Haus

Nachdem gleich zu Anfang unserer Reise sämtliche Mülltonnen geleert worden waren, ging mein Konzept, dass die Tauschpartner leicht erkennen können, was in welchen Behälter gehört, dieses Mal leider überhaupt nicht auf. Als wir nach Hause kamen, war unsere gesamte Papiertonne mit Restmüll befüllt, dafür hatten unsere Tauschpartner leider vergessen, die Restmülltonne der Leerung zuzuführen, was für uns als 5-Personen-Haushalt natürlich für die kommenden 14 Tage sehr bitter ist.

Für den nächsten Tausch werde ich eine Foto-Story vorbereiten und die einzelnen Mülltonnen zusammen mit entsprechenden Beispielen fotografieren. Auch die Waschmaschine und den Trockner werde ich auf diese Weise erläutern. Außerdem darf ich in Zukunft nicht vergessen, auch ein Foto vom zu reinigenden Flusensieb des Trockners hinzuzufügen. Neben der zunehmend schlechten Trocknerleistung kann ein volles Flusensieb nämlich auch recht gefährlich sein, da es zur Beschädigung des Trockners wegen Überhitzung kommen kann.

Nach und nach werde ich mich dann Zimmer für Zimmer vorarbeiten und die Ergebnisse natürlich auch hier präsentieren.

Fröhliche Sommertage wünscht,

Nina

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Was tun, wenn ein geplanter Haustausch platzt?

Die Frage aller Fragen. Was ist zu tun, falls Ihr Tauschpartner den geplanten Haustausch nicht antreten kann? Krankheit, Unfälle, Arbeitslosigkeit – es gibt viele Gründe, warum man eine Reise absagen muss. Wir Home-Exchanger stehen hierbei besonders ungeschützt und im schlimmsten Fall mit einem gebuchten Flug da. Ich denke, zunächst heißt es in einem solchen Fall tief durchatmen und Ruhe bewahren.

Fragen Sie Ihren Tauschpartner zunächst, ob folgende Alternativen in Frage kämen:

  • Sie reisen trotzdem und sind bei Ihrem Tauschpartner zu Gast,
  • Ihr Tauschpartner organisiert sich eine Ersatzunterkunft bei Freunden oder Verwandten, und Sie nutzen die Tauschunterkunft wie geplant,
  • Ihr Tauschpartner organisiert Ihnen eine Ersatzunterkunft, vielleicht kommt jemand im Freundes- oder Bekanntenkreis Ihrer Tauschfamilie so auf den Geschmack, das Haustauschen auch einmal auszuprobieren.

Falls diese Möglichkeiten nicht umsetzbar sind, bliebe Ihnen die Möglichkeit, sich ein Hotel oder Ferienhaus in der Region zu mieten.

Oder: Wenn es noch frühzeitig genug ist, suchen Sie sich einen Ersatztauschpartner.

Rechnen Sie immer damit, dass auch ihnen so etwas passieren kann. Und überlegen auch Sie sich frühzeitig einen Plan B. Sollten Sie einmal in die Verlegenheit kommen, einen vereinbarten Tausch canceln zu müssen, können Sie dann ein in Ruhe geplantes Alternativprogramm anbieten.

Wer gut vorgeplant hat, wird in einer solchen Situation mit Sicherheit eine souveräne Lösung finden.

Alles in allem wünsche ich Ihnen und auch uns von Herzen, dass der Fall X nie eintritt und der Plan B nie von Nöten sein wird.

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Haustausch-Erfahrungen

Ein verschriftlichtes Radiointerview mit mir.

Moderator: Sie tauschen schon seit 1999 im Urlaub ihr Haus. Wie sind sie eigentlich auf diese Idee gekommen?

Nina: Damals hatte ich in einer Zeitschrift eine Reportage über Haustausch gelesen und konnte mich erinnern, dass mein Klassenlehrer es auch schon gemacht hatte und meine Mutter ihn irgendwann mal ganz indiskret fragte, wie das denn funktionierte mit drei Kindern als Lehrer in den Sommerferien nach Kanada, in den Weihnachtsferien nach Hawaii und er hat es dann bereitwillig erklärt und erzählt. Aber ich habe das Ganze über die Jahre wieder vergessen und es kam mir dann wieder ins Gedächtnis, als ich die Reportage las und ich fand das sehr spannend.

M: Was fasziniert Sie an diesem Gedanken? Und natürlich auch am Erleben, Sie tun es ja?

N: Fasziniert war und bin ich immer noch von der Tatsache, dass ich live mittendrin im Leben im einzelnen Land bin, nicht irgendwo separiert mit anderen Touristen. Also es ist auch etwas, was ich meinen Kindern wunderbar fürs Leben mitgeben kann, das Erleben, wie Menschen in anderen Ländern leben.

M: Und wie funktioniert das Ganze? Also wie kann ich mir das vorstellen? Denn ich meine, das bucht man ja nicht per Katalog, sondern muss es irgendwie anders machen.

N: Also 1999 war es wirklich noch per Katalog. Da kam dann ein gebundenes Buch, was schon annähernd Versandhauskatalogstärke hatte und dann hat man das durchgeblättert. Die einzelnen Tauschpartner schreiben dort nieder, in welche Länder sie wann reisen möchten, was sie zu bieten haben, wie groß das Haus ist, wie viele Betten sie haben. Und damals hat man dann noch wirklich Briefe verschickt oder auch ein Fax und das war schon sehr schwierig, anstrengend und aufregend. Es dauerte jetzt bei mir Gott sei Dank nicht so lange an, weil wir dann auch unsere erste E-Mail-Adresse bekamen und unseren ersten Internetzugang und dann wurde das Ganze schon um Längen einfacher, wobei es trotzdem immer noch ein sehr zeitintensives Unterfangen war, weil es unendlich lange dauerte, bis sich die Webseite überhaupt aufbaute. Das geht heute um Längen einfacher und schneller. Die großen Haustauschorganisationen haben ganz normale Online-Portale wie andere Communities auch und dort präsentiert man sich. Wenn man prädestiniert wohnt, in Berlin oder in Spanien am Meer, oder da ein Ferienhaus hat, wird man sich vor Angeboten kaum retten können. Im vorderen Odenwald ist der Andrang etwas verhaltener, da muss man dann selbst sich auf die Suche begeben.

M: Was sind denn die Bedingungen, um da mitzumachen?

N: Bedingungen gibt es keine. Außer, dass man bereit ist, seine Wohnung, seine Ferienwohnung oder sein Haus zum gleichen Zeitpunkt zur Verfügung zu stellen, wie die andere Familie reisen möchte. Man kann auch tauschen, wenn man in einer Mietwohnung wohnt. Das braucht ihr Vermieter in keiner Weise erlauben oder verbieten. Das ist im Prinzip wie ein Besuch.

M: Sie haben eben schon gesagt, das wird organisiert. Von wem genau?

N: Das sind jeweils Vereine, die das anbieten. Man wird Vereinsmitglied. Und im Rahmen des bezahlten Mitgliedsbeitrages kann man sich dann überhaupt nur auf der Haustauschplattform anmelden und die anderen Mitglieder kontaktieren.

M: Einige Hörer könnten jetzt vielleicht denken. Wie kann man nur Fremde in sein Haus oder in die Wohnung lassen? Da wird doch bestimmt was geklaut. Welche Erfahrungen haben sie denn da gemacht?

N: Also ich habe bislang die Erfahrung gemacht, dass nachher mehr da war als vorher. Man hat vor dem Haustausch aber auch einen sehr intensiven Austausch und in dem Moment, wo es zum Tausch kommt, ist der andere kein Fremder mehr, sondern eher ein Freund. Das muss teilweise so intensiv sein, um die Details abzustimmen: Wie der Schlüssel übergeben wird, wie das mit der Autoversicherung läuft oder was man im Kühlschrank hinterlässt, ob der andere Allergien hat und etwas besonderes zu Essen benötigt. Das geht soweit, dass man so viel über das Gegenüber weiß, dass es teilweise intensiver ist als Kontakt zu weiter entfernten Verwandten.

M: Und sie haben dadurch ja auch schon richtige Freunde gewonnen?

N: Ich habe dadurch auch Freunde gewonnen. Die allerersten Tauschpartner sind damals schon ein Rentnerehepaar aus Los Angeles gewesen. Sie sind dreimal hintereinander in die Gegend von Frankfurt gekommen, da ihre Tochter im Generalkonsulat tätig war. Sie wollten gerne in der Nähe der damals noch kleinen Enkelkinder sein, aber nicht bei ihnen im Haus oder in der Wohnung. Und Tom und Elaine haben dieses Jahr im Februar ihren 51. Tausch absolviert. Das war in Berlin. Und da bin ich nach Berlin geflogen und habe sie getroffen. Sie sind jetzt annähernd 80 Jahre alt. Wir haben all die Jahre den Kontakt nie verloren und sie sind richtige Freunde.

M: Das macht den Unterschied zu einem normalen Urlaub sehr deutlich, glaube ich. Sie haben selbst ja Kinder. Wie finden die das denn, Urlaub in einem fremden Haus zu machen?

N: Die kennen es nicht anders. Ich fand folgende Geschichte ganz interessant: Im Kindergarten meiner mittleren Tochter fand eine Erzieherin das Konzept auch ganz spannend und interessant und hat sich das dann im Internet mit ihrem Mann angeschaut. Sie haben sich dann eine Familie ausgesucht, die sie anschreiben wollten, aber die drei Töchter haben nein gesagt und konnten sich das überhaupt nicht vorstellen, dass irgendjemand in ihren Gemächern residiert.

M: Jetzt möchte ich natürlich noch von ihnen wissen: Wo geht es in den Sommerferien für sie hin?

N: In den Sommerferien geht es nach Großbritannien.

M: Und zwar im Haustausch?

N: Und zwar im Haustausch.

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Kinder sind nie das Problem

Häufig werde ich in Interviews für Zeitschriften oder Rundfunksendungen zum Thema Haustausch gefragt, ob ich als Mutter von drei Kindern keine Probleme habe, potentielle Tauschpartner zu finden. Mit Sicherheit werden einige unserer Anfragen negativ beantwortet, da die Tauschpartner Sorge um Haus und Hof haben. Bislang ist uns Gott sei Dank aber nie etwas Größeres bei einem Tausch kaputt gegangen. Eine zerbrochene Kaffeekanne, eine runtergefallene Tasse, ein verfärbter Badezimmerteppich – mehr ist bislang nie geschehen. Eines war hierbei allerdings sehr interessant: Nie ist einem unserer Kinder etwas im fremden Haushalt kaputt gegangen, das waren immer wir „Großen“.

Es ist wichtig, sich gelassen zu bewegen. Wer sich verkrampft und sich Sorgen macht, dem geht mit Sicherheit auch etwas schief. Wir gehen sehr achtsam mit den Dingen unserer Tauschfamilien um. Wenn ich beim ersten Rundgang durch das fremde Haus bzw. die fremde Wohnung etwas besonders Wertvolles sehe, stelle ich es einfach beiseite.

Tom und Elaine, unsere ersten Tauschpartner aus Long Beach, berichteten allerdings über ein sehr schreckliches Erlebnis. Die zu hütende Katze der Tauschfamilie hatte ihren Lieblingsplatz unter dem Familienauto in der Garage. Leider hatte die Tauschfamilie vergessen, sie darüber zu unterrichten … Ich bin mir sicher, dass ein solches Erlebnis eine ganz große Ausnahme ist. Bei der Pflege von mir anvertrauten Tieren frage ich nun allerdings immer gleich vorab nach solchen Vorlieben und Plätzen.

Kinder sind nie ein Problem, davon bin ich überzeugt.

Aufregende Tauscherlebnisse wünscht,

Nina

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Wie bereite ich mein Haus für den Haustausch vor?

Vor unserem Haustauschurlaub in Irland in diesem Frühjahr schrieb mir unsere Tauschpartnerin Laura: „Wir haben das Wochenende mit gründlichem Aufräumen und Schönheitsreparaturen verbracht. Längst fällige Streicharbeiten wurden erledigt, Bilder wurden endlich aufgehängt und alles im Haus an seinem Platz verstaut.“ Auch für uns ist die Vorbereitung auf einen Haustausch wie ein großer Frühjahrsputz. Heute möchte ich über wichtige Vorbereitungsarbeiten berichten, damit auch Ihre Tauschpartner sich bei Ihnen wohlfühlen.

Schlafräume

In jedem Schlafraum der später genutzt werden soll, wird eine Kommode oder ein Schrankfach freigeräumt. Die Kennzeichnung dieses freien Platzes kann man mit einem Post-it oder durch das Öffnen der Schranktür- bzw. Schublade vornehmen.

Wenn die Tauschpartner im Dunkeln anreisen, lasse ich auch ein kleines Licht in den Zimmern brennen. Es schafft einfach eine heimelige Atmosphäre und es besteht keine Gefahr, dass sich die Gäste im dunklen Haus nicht zurechtfinden.

Auf den Nachttischen richte ich eine kleine Karaffe mit Wasser und einem Glas an und stelle auch eine Blumendeko dazu. Hierfür habe ich hübsche kleine Getränkeflaschen gesammelt und bestücke diese z. B. mit einer einzelnen Blüte aus dem Garten.

Jedes Bett wird frisch bezogen und darauf wird ein Set Handtücher drapiert. Die restliche Ausstattung an Handtüchern ist dann ohnehin in den Badezimmern vorhanden.

Eine Ersatzgarnitur Bettwäsche kommt in das leergeräumte Schrank- bzw. Kommodenfach. Ich kenne Haustauscher, die extra Bettwäsche und Handtücher für ihre Tauschfamilien gekauft haben. Dies haben wir noch nicht getan. Ich denke, eine saubere Bettwäsche und ordentliche Handtücher sind vollkommen ausreichend.

Außerdem legen wir Illustrierte oder Bücher in der jeweiligen Muttersprache unserer Haustauschpartner bereit, sofern wir welche besitzen.

Badezimmer

Die Badezimmer werden mit allen notwendigen Utensilien „grundausgestattet“. Dies kommuniziere ich vorher, damit die Familie keine Zahncreme, Shampoos oder Bodylotion etc. mitbringen muss.

Auch im Bad kommen eine jahreszeitliche Deko, eine schöne Seife und ein Blümchen zum Einsatz.

Verbrauchsartikel wie Toilettenpapier, Küchenrolle, Spülmaschinenreiniger sowie ein gefüllter Getränkekeller werden von uns ebenfalls vorbereitet. Teilen Sie dies Ihrem Tauschpartner ruhig im Voraus mit, dann wird Ihr Gegenüber bestimmt auch eine dementsprechende Vorbereitung für Sie treffen.

Wohn-/Essbereich und Küche

Der Kühlschrank gefüllt mit Leckereien, Milch, Käse, Wurst, Eier, Butter, ein frisches Brot – dies und noch viel mehr haben wir bislang immer vorgefunden und auch zu Hause hinterlassen.

Von allzu exotischen Spezialitäten sollte man allerdings die Finger lassen, der angemachte Kochkäse und der für unsere Region typische Apfelwein wurden von unseren Tauschpartnern bislang nie angerührt.

Ein erstes Essen kann von einer Gulaschsuppe bis hin zum 5-Gänge-Menü alles sein. Für unsere Tauschfamilie im kommenden Sommer werden wir ein BBQ mit Soßen, Brot und Salaten vorbereiten. Auch ein Dessert ist immer eine feine Sache. Lassen Sie ihrer Phantasie freien Lauf (im Rahmen Ihrer zeitlichen Möglichkeiten). Frei nach dem Motto „Tu Gutes und rede darüber“ wird auch dies von uns vorher angekündigt. Auch fragen wir nach, ob besondere Allergien oder Abneigungen bestehen.

Auf dem liebevoll gedeckten Küchen-/Esstisch hinterlassen wir immer einen kleinen Blumenstrauß (gerne auch aus selbstgepflückten Wildblumen aus dem Garten), Infomaterial über die Umgebung, eine Erklärung der wichtigen Funktionen in Haus und Hof, die Zeiten der Müllabfuhr sowie wichtige Telefonnummern, drapiert in einer netten Mappe.

Auch wenn Sie schon zu einem früheren Zeitpunkt abgereist sind, ist es doch ein Gebot der Höflichkeit, einen frisch gefüllten Kühlschrank zu organisieren. Und sicherzustellen, dass die Mülleimer geleert wurden und keine alten Reste in den Behältnissen zurückblieben. Denken Sie auch daran, im Sommer den Rasen mähen zu lassen, und im Winter die Räumung des Schnees zu organisieren. Ich finde, man sollte anreisende Gäste nicht durch einen halben Meter Neuschnee stapfen lassen.

Falls Sie die Schlüsselübergabe in einem Versteck durchführen (bei einem Haustausch lag der Haustürschlüssel mal in einem ausrangierten Kühlschrank in der Garage), bedenken Sie unbedingt, dass zum Beispiel im Winter bei überraschendem Schneefall der dritte Stein von links möglicherweise nicht mehr zu finden ist. In meinen Augen ist eine Schlüsselübergabe via Brief ohnehin die einfachere Möglichkeit. Oder Sie organisieren ein „Empfangskomitee“, welches gleich noch die Wohnung zeigen und erklären kann.

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen fröhliches Vorbereiten.

Nina

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Die Haustauschanzeige ist die Visitenkarte für den Haustausch

Wie schon beschrieben, wohnen wir zwar im Herzen Europas und mit Sicherheit in einer der schönsten Regionen Deutschlands, aber natürlich nicht annähernd so exklusiv wie Mitglieder der Haustauschvereine aus Berlin, New York oder einem Badeort an der Küste Spaniens oder der Côte d’Azur. Wer dort wohnt, braucht sich mit Sicherheit keine Mühe zu machen, einen passenden Haustauschpartner zu finden. Dort wird man gefunden. Besonders wichtig ist dabei in meinen Augen die Präsentation von Haus und Hof auf den Haustauschseiten, und hierfür möchte ich heute einige wichtige Tipps mit auf den erfolgreichen Weg ins Tauschzuhause geben.

Die Bilder

Bis zu 20 Fotos können in das Haustauschinserat hochgeladen und beschriftet werden. Hierbei sollten Sie möglichst mehrere Bilder aus unterschiedlichen Perspektiven des jeweiligen Zimmers knipsen. Wichtig ist es, darauf zu achten, dass z. B. Steckdosen und Verlängerungskabel die Anmutung des Bildes nicht verunstalten, dass Türen, Schubladen und Schränke geschlossen sind und der Raum einladend und aufgeräumt wirkt. Lieber 100 Bilder knipsen und ein schönes dabei haben, als noch einmal von vorne anfangen zu müssen. Ich finde Fotos mit halb geöffneten Schranktüren, chaotischen Kinderzimmerregalen oder achtlos hingeworfener Kleidung an sich nicht abschreckend oder gar furchtbar, allerdings sind sie nicht besonders geeignet, um sein Haus für Fremde zu präsentieren. Nehmen Sie sich Zeit für die Bilder von Ihrem Zuhause. Besser weniger Räume liebevoll und gepflegt präsentieren und nach und nach ergänzen, als einen wenig einladenden Ersteindruck zu vermitteln. Frische Blumen, ein Kerzenständer und ein bisschen jahreszeitliche Deko schaden hierbei bestimmt nicht. Auch Bilder von Sehenswürdigkeiten der Umgebung können gerne gezeigt werden.

Die Texte

Dänisch und Ungarisch sind sicher tolle Sprachen, für Texte in einem internationalen Haustauschportal sind sie allerdings eher ungeeignet. Sie sollten Ihr Heim und Ihre Umgebung ehrlich und einladend auf Englisch beschreiben. Auch ein paar Sätze über die Familie und ihre besonderen Interessen oder Informationen über Angebote, die das Zuhause oder die Umgebung bietet, sind mit Sicherheit hilfreich. Nicht vergessen: Oft ist weniger mehr. Bei Tauschanzeigen, die derartig viel Text und Infos enthalten, dass ich erst mal zehn Minuten schmökern müsste, um die Grundinformationen zu erhalten, blättere ich oft weiter.

Eine Haustauschanzeige wächst und verändert sich im Laufe der Zeit.

Viel Freude bei der Gestaltung wünscht

Nina

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Haustausch-Blog

Herzlich Willkommen in unserem Haustausch-Blog.

Bereits seit 1999 sind wir begeisterte Haustauscher und haben schon viele atemberaubende Tauscherfahrungen erleben können. Wir sind eine fünfköpfige Familie mit berufstätigen Eltern, einem Teenager und zwei kleinen Mädels im Kindergartenalter (die es wohl schaffen werden, vor ihrer Einschulung alle Kontinente bereist zu haben.)

In den vergangenen 12 Jahren waren wir mehrmals in den USA, in Dänemark, Belgien, den Niederlanden, Österreich und Irland. In diesem Sommer geht es nach Großbritannien, im Herbst wieder in die Niederlande. Frei dem Motto „der frühe Vogel fängt den Wurm“ sind wir immer frühzeitig bemüht, unsere Urlaube für das kommende Jahr zu planen. Denn dann ist die Auswahl an Tauschpartnern, die noch nichts geplant haben und nach Deutschland kommen möchten, einfach am größten.

Was ist es, das uns am Haustausch so gut gefällt, dass wir es immer wieder machen? Einfach alles! Wir leben mittendrin, an Orten, die wir als Touristen nie entdeckt hätten. Bei der Ankunft erwarten uns ein liebevolles Willkommens-Menü, ein gefüllter Kühlschrank, Tipps und Tricks für die Umgebung und das Auto der Gastgeber.

Wir wohnen da, wo andere Urlaub machen: im schönen Odenwald, zwischen Frankfurt und Heidelberg. Aber es ist keine bekannte Touristengegend und liegt auch nicht am Meer. Wo Sie auch wohnen, es kommt nicht darauf an, ob Sie selbst Ihre Umgebung als aufregendes Reiseziel empfinden, sondern darauf, ob andere Menschen Lust haben, dorthin zu reisen.

Und was Sie dafür brauchen, fragen Sie sich nun? Na, mit Sicherheit keine hochherrschaftliche Villa. Wir haben mit einer kleinen Mietwohnung genauso selbstverständlich getauscht wie mit unserem Eigenheim. Besonders wichtig ist es allerdings, Ihre Wohnung/Ihr Haus auf den Seiten der Tauschvereine schön und liebevoll zu präsentieren. Bis zu 20 Fotos können Sie dort hochladen und beschreiben. Tipps hierzu werde ich in meinem nächsten Eintrag beschreiben.

Bis dahin liebe Grüße,

Nina

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